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27.09.05 - DG Fonds 39: Die Lage ist ernst und hoffnungslos


Der DG Fonds Nr. 39 könnte der erste DG Fonds sein, der im Rahmen einer Insolvenz liquidiert wird.



Seit seiner Gründung im Jahre 1996 hat der Fonds bis Ende 2004 einen kumulierten Verlust von 99,4 Mio. € eingefahren. Nach dem Bericht der DG ANLAGE Gesellschaft ist auch für 2005 mit einem weiteren Verlust von 1,8 Mio. € zu rechnen (siehe Handout). 

 

Nach Aussagen der Geschäftsleitung der DG Anlage Gesellschaft auf der Treugeberversammlung am 19.09.2005 in Leipzig hängt die Lebensfähigkeit des DG Fonds Nr. 39 alleine davon ab, ob die Bank Aktiengesellschaft Hamm (BAG) Zugeständnisse bei den Finanzierungskonditionen machen wird. Gleichzeitig wurde eingeräumt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Fonds nicht erfolgreich waren.

 

Hierzu folgende Fakten:

  1. Trotz der kritischen Liquidität des Fonds wurden 2004 die Zinsen gezahlt. (2001 war die DZ Bank zumindest zu einer Stundung bereit.) In der Hochrechnung für das Jahr 2005 ist die Zahlung der Zinsen in Höhe von 2.379.313 € vorgesehen. Als Folge hier von werden die liquiden Mittel auf 232.533 € reduziert und die Verluste des Fonds weiter erhöht.

  2. Die Liquiditätsplanung für die Jahre 2006 bis 2009 zeigt vor dem Hintergrund gleichbleibender Einnahmen und Kosten, dass auch langfristig keine Mittel für den Kapitaldienst zur Verfügung stehen. Dies bedeutet, dass die Aufnahme des Kapitaldienst unmittelbar zur Zahlungsunfähigkeit des Fonds führt. Ohne Verbesserung der Einnahmen ist daher kein Spielraum für zusätzliche Aufwendungen vorhanden.

  3. Das nach der Umfinanzierung nunmehr auf Schweizer Franken laufende Darlehen über rund 82 Mio. CHF (heutiger Gegenwert rund 56.5 Mio. €) ist im Jahre 2011 in einer Summe zur Rückzahlung fällig. Auch hierfür sind keine Mittel verfügbar. Die zur Sicherung des Darlehens belasteten Gründstücke haben nur noch einen aktuellen Marktwert von 21 Mio. € (4,8 Mio. € Objekt Dresden, 16,2 Mio. € Objekt Leipzig). Der Wertverlust beträgt insgesamt 68,8 Mio. € und entspricht 80 Prozent der ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten.

  4. Nachdem die mit der BAG seit 2003 geführten Verhandlungen erfolglos geblieben sind, weil diese keine Zugeständnisse hinsichtlich einer Anpassung der Konditionen der Finanzierung machen wollte, schließt die DG ANLAGE Gesellschaft die kurzfristige Verwertung der Immobilien durch die BAG nicht mehr aus.

  5. Durch den zu erwartenden Versteigerungserlös kann die BAG ihre Darlehensforderung zumindest teilweise realisieren. Für die Anleger bedeutet dies aber den Totalverlust ihres Anlagekapitals.

Welcher von den weiteren insolvenzgefährdeten DG Fonds dem Fonds Nr. 39 nachfolgen wird, der DG Fonds Nr. 26, 30, 34, 35 oder ein anderer, ist nur eine Frage der Zeit.


Deshalb:

 

Alle Anleger können keinen finanziellen Beitrag zur Sanierung erwarten, weil alle Verantwortlichen sogar die Insolvenz des Fonds in Kauf nehmen.

 

Alle Anleger müssen ihre Ansprüche gegen die DZ Bank, die DG ANLAGE Gesellschaft sowie die Volks- und Raiffeisenbanken gerichtlich geltend machen, bevor diese zum 31.12.2005 verjähren.

 

Alle Anleger müssen wissen, dass wenn sie ihre Rechte nicht wahrnehmen, die Verantwortlichen in ihrem Vorgehen bestärkt werden, eine Lösung des durch eigenes Missmanagement verursachten Desasters zu Lasten der geschädigten Anleger zu versuchen.







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