04.06.07 - Focus (Nr. 23)

DG-Anlage - Streit über Schadenersatz
Bei den kriselnden Geschlossenen Immobilienfonds der DG-Anlage können sich das Dachinstitut der Genossenschaftsbanken, die DZ-Bank, und die DG-Anlage mit den zahlreichen Volksbanken nicht über ein einheitliches Vorgehen gegenüber den geschädigten Anlegern einigen (FOCUS 19/07).
Einzelne Banken fordern einen Hilfsfonds, aus dem Anlegerforderungen finanziert werden. In einem aktuellen internen Schreiben der DZ-Bank be-tont der Vorstand indes, dass "Genossenschaftsbanken, die sich seinerzeit nicht am Fondsvertrieb beteiligt hatten, ... eine Auffanglösung gleich wel-cher Art nicht unterstützen werden".Zehntausende Anleger, die eigentlich ein sicheres Investment gesucht hatten, haben in die Fonds über eine Milliarde Euro investiert und fürchten nun den Totalverlust. Eine Genossenschaftsbank, die Anteile der Problemfonds vermittelt hat, beklagt gegenüber der Spitzenorganisation der Volksbanken: "Der Ruf der genossenschaftlichen Organisation ist in Gefahr!" Und sie fürchtet, dass "wir uns noch über Jahrzehnte mit fast wertlosen Beteiligungen auseinander setzen (müssen), weil es keine vernünftige Lösung gegeben hat".
Finanzplatz Die DZ-Bank, Dachinstitut der V&R-Banken, residiert in Frankfurt/M.
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