28.11.05 - Finantreff.de

"DER FONDS/Frist für DG-Fonds läuft ab"
Dies ist eine Mitteilung von DER FONDS. Für den Inhalt ist DER FONDS verantwortlich. (DER FONDS) Acht geschlossene Immobilienfonds der DG Anlage sollen sich seit Jahren in einer wirtschaftlich prekären Lage befinden. Nach Angaben des Bonner Anleger-Anwalts Ulrich Kaminski leisten die Fonds mit den Nummern DG 26, 27, 30, 32, 34, 35, 39 und 41 seit Jahren wegen Überschuldung keine Ausschüttungen. Schuld seien zu optimistische Mietprognosen und zu hohe Kosten. Noch gelingt es, die Insolvenz abzuwenden, allerdings hat die DZ Bank ? vormals DG Bank ? keine Hoffnung mehr, das Ruder noch einmal herum zu reißen: Bereits 2002 wurden die meisten Kredite auf die Bankaktiengesellschaft Hamm (BAG) übertragen, welche im genossenschaftlichen Bankenverbund die Aufgabe hat, Not leidende Kreditengagements zu übernehmen und zusammen mit den Objekten zu verwerten. Eine aktive Sanierung der Fonds finde derzeit nach Auskunft von Kaminski, der sich auf die angeschlagenen DG-Fonds spezialisiert hat, nicht statt. Die genossenschaftliche Bank zeige bislang kein Interesse daran, die Fondsprobleme offensiv anzugehen, so der Anwalt zu DER FONDS.com. Kaminski will deshalb auf Herausgabe der Anlegernamen klagen, um etwa 16.000 betroffenen Kleinanleger über ihre Möglichkeiten informieren zu können. Unterdessen laufen bereits Klagen zur Prospekthaftung. Anleger, die sich an den Fonds beteiligt hatten, müssen sich noch dieses Jahr entscheiden, ob sie eine Prospekthaftungsklage einreichen wollen. Nach Einschätzung von Kaminski verjährt diese Möglichkeit Ende 2005, da die Anleger seit 2002 anhand der Geschäftsberichte über die Schwierigkeiten der Fonds informiert worden seien. INFO: Ulrich Kaminski ist Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Kapitalanlagenrecht und Versicherungsvertragsrecht. Seine Informationen zu Problemfonds der DG Bank finden sich unter www.fonds-dg.de
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